Karlsberg-Geschäftsjahr „weniger zufriedenstellend”

von Timur Dosdogru

„Weniger zufriedenstellend” verlief für den Karlsberg-Verbund der Bierabsatz im Geschäftsjahr 1995/96. Der Bierabsatz reduzierte sich auf rund 4,3 Millionen Hektoliter, was das Unternehmen im wesentlichen auf den preisbedingten Verzicht von Handelsmarkenmengen im Dosenbereich zurückführt. Danach weist der Verbund einen um insgesamt 4,5 Prozent gesenkten Absatz von 6,2 Millionen Hektolitern aus. Lediglich bei der Herstellung und Vermarktung alkoholfreier Getränke seien “erfreuliche Zuwächse” zu verzeichnen, so das Unternehmen, welches in diesem Bereich auf 1,855 Millionen Hektoliter zulegen konnte. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde die von der Königsbacher Brauerei gehaltene Beteiligung der Eisenacher Brauerei GmbH verkauft. In der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung des Verbundes haben sich die Umsatzerlöse um 0,9 Prozent auf 856 Millionen Mark reduziert. Der Konzerngewinn entspreche dem des Vorjahres, über die Höhe machte das Unternehmen traditionell keine Angaben. Die Bilanzsumme der Karlsberg Brauerei KG Weber ist um 9,2 Millionen auf 395 Millionen Mark gestiegen, das Anlagevermögen erhöhte sich auf 308 Millionen Mark. Die Bilanzsumme des Verbundes betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 632 Millionen Mark. Da im Bierbereich keine Steigerungen zu erwarten seien, will Karlsberg künftig jährlich zwei neue Getränke auf den Markt bringen (In diesem Jahr MiXery, Radler, Black Baron und Karlsberger Hof). Künftig sollen die Karlsberg-Unternehmen mehr Eigenständigkeit erlangen, was der Verbund mit „Wachstum durch Zellteilung” umschreibt. Brauereien sollen nicht mehr gekauft werden, im AfG-Bereich sei aber noch “alles denkbar”.