Special: Neue Segmente beleben den AfG-Markt

Vitamine-, Milch-, Joghurt- und Fruchtgetränke als Mahlzeiten-Ersatz: Die Grenzen zwischen den Segmenten verschwimmen immer mehr

von Timur Dosdogru

Schon lange ging es in der Getränkebranche nicht mehr so spannend zu, wie in der heutigen Zeit. Das Wort “Innovation” kann ehrlich gesagt wohl keiner mehr hören und doch jagt eine die andere. Die Preise gehen aufgrund der Kriege der Handelsgiganten in den Keller, ein Ende ist noch nicht abzusehen. Die Scharmützel um Einführung, Sinn und Zweck von PET-Gebinden, gleich ob Einweg, Zweiweg, Mehrweg oder Sonstwieviel-Weg, sind vorerst ausgefochten, jetzt geht es nur noch darum, wer wie schnell nachziehen kann – auch die deutsche Brauereilandschaft sieht sich jetzt zunehmend diesem Druck ausgesetzt.

Die Hersteller von alkoholfreien Getränken haben diese Phase zumindest gedanklich schon hinter sich gelassen, obwohl es lange dauerte, bis sich die rund 240 deutschen Mineralbrunnen im Oktober vergangenen Jahres endlich auf eine gemeinsame PET-Mehrwegflasche einigen konnten. Und dies geschah wohl auch in erster Linie nur, weil Marktführer Gerolsteiner sich einen Teufel um diese Diskussion geschert hat und bereits 1998 ein eigenes Kunststoffgebinde einführte, dicht gefolgt von den Adelholzener Alpenquellen, die mit ihrer schnellen (und mutigen) Entscheidung für PET vormachten, dass sehr wohl auch ein regionaler Brunnen solche Investitionen leisten kann.

Mittlerweile regt sich kein Mensch mehr darüber auf, für die führenden Hersteller ging es bis Ende vergangenen Jahres mehr darum, ihr Gebindeangebot in Sachen PET zu ergänzen. Besonders begehrt in der AfG-Branche, das zeigte auch die letzte Anuga, war dabei im Erfrischungsgetränkemarkt die Halbliter-PET-Flasche, nachdem Coca-Cola mit der Besetzung dieses Segmentes für nervöse Unruhe gesorgt hatte – wie übrigens auch mit der Einführung der Zweiliter-PET-Flasche.

Ungeachtet dieser Entwicklungen bleibt aber nach wie vor die Tatsache, dass es auf den Inhalt ankommt – der muss in erster Linie schmecken. …

Den vollständigen Bericht finden Sie in unserer Print-Ausgabe 1/2/2000