Let’s talk about ANUGA 2001

Handelsdrehscheibe für die
internationale Ernährungswirtschaft

von Monika Busch

Mit kürzerer Laufzeit und in Kombination mit dem Spezialitäten-Forum anuga spezial präsentierte sich die 26. Anuga (13. – 17.Oktober) wieder einmal, allen Unkenrufen zum Trotz, als größte und wichtige Fachmesse für Essen und Trinken.

Wie die Kölner Messegesellschaft mitteilt, frequentierten rund 165.000 Einkäufer aus 147 Ländern, davon über 65.000 aus dem Ausland den “Marktplatz”. Abschmelzverluste waren dennoch zu verkraften, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten weltpolitischen Lage. Auf der Anuga 1999 waren es noch rund 190.000 Einkäufer aus 149 Ländern, davon 76.000 aus dem Ausland. Diesjährig wurden vor allem weniger Besucher aus Nordamerika und Japan registriert. Gefüllte Messehallen prägten fünf Tage das Bild bei dem Angebotsschwerpunkt Getränke auf 40.000 qm in den Hallen 13.2, 13.3 sowie einem Teilbereich in Halle 12.1, obwohl große Unternehmen wie beispielsweise Eckes oder Beck & Co. keine Präsenz zeigten.

Nach einem etwas schleppend anlaufenden ersten Messetag, zeigten sich viele Aussteller mit der Resonanz zufrieden. Wichtige Handelspartner gaben sich ein “Stelldichein”. Wie bereits 1999 standen im Mittelpunkt innovative Verpackungen und neue Gebinde. Präsentiert wurden vermehrt Konzepte und Strategien.

Der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. BVE, Dr. Peter Traumann, zeigte sich von der positiven Auswirkung der diesjährigen Veranstaltung überzeugt: “Die Anuga hat in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld die von ihr erwartete Leitfunktion für das internationale Food-Business eindrucksvoll bestätigt.”

“Die starke Frequenz auf dem Gasto Food Forum und die hervorragende Resonanz auf das Forum Systemgastronomie bestätigen die ungebrochene Attraktivität der Anuga für Gastronomen und Hoteliers. Es gab so viele Kontakte wie nie zuvor auf der Anuga”, sagte Christian Ehlers, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA). Wie ebenfalls auf der Anuga 1999 dominierten im Ausstellerbereich Anbieter aus dem AfG- und Bierbereich. Im Sektbereich zeigte nur der Marktführer Henkell & Söhnlein und dieses auch wie immer, recht eindrucksvoll Flagge.

Allied Domecq präsentierte sich in Fußnähe der Anuga vor dem Hyatt Regency Hotel. Bei den alkoholfreien Getränken schwebte über fast allem, der alles überragende Wellness-Trend. Kult-Charakter wird mittlerweile den Cola-Biermischungen eingeräumt, immer mehr Brauereien folgen dem Mix-Trend. Die Fruchtsafthersteller setzen beispielsweise auf Urlaubserinnerungen mit exotischen Varianten wie Guave oder Mango und verstärkt auf den boomenden Wellness-Trend.

Corpore Sano – neue Geschmackserlebnisse in der Wellnessrange

Geballte Präsenz zeigte der Saftmarkenverbund der Karlsberg-Gruppe mit seinen Marken Merziger, Lindavia, Klindworth und Dietz. Der neugestaltete Stand hell und lichtdurchflutet, lud im wahrsten Sinne des Wortes zum “verweilen” ein. Unter dem Motto “gesund sein – gesund bleiben” präsentierte Merziger die neue Produktlinie Corpore Sano mit den Saftinnovationen Vitale, Balance und Esprit.

Die neue Linie soll Anfang des nächsten Jahres auf den Markt kommen. Ausschlaggebend für die neue Linie, ist das steigende Interesse an gesunden Lebensmitteln mit einem bewussten Zusatznutzen.

Vitale unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte durch einen hohen Vitamin-C -Anteil. Zudem wird mit Holunderbeere, Lindenblütenextrakt und Zitronensaft die Erkältungsprävention unterstützt. Balance, einer Saftkombination aus Trauben, Äpfeln, roten Waldfrüchten und Zitronensaft soll die körperliche und seelische Entspannung unterstützen. Deshalb wurde der Saftcocktail noch mit Johanniskraut, Magnesium, Rotweinextrakt und Vitamin C angereichert.

Esprit, bestehend aus dem Saft von Äpfeln, Orangen, Ananas, Pfirsich und Banane, abgerundet durch Honig soll die natürlichen Energiereserven unterstützen. Angereichert ist das Getränk mit Ginkgo, Ginseng und Grünem Tee. Der Fruchtsaftgehalt bei allen drei Variationen liegt zwischen 85 und 95 Prozent, ohne Zusatz von Zucker oder Süßungsmittel.

Mit “Die jungen Milden” stellt Merziger eine weitere Innovation aus der Wellness-Range in den Markt. Bei 100 Prozent Fruchtsaftgehalt basiert das Konzept auf einem reduzierten Säuregehalt und hohen Öchslewerten. Das Sortiment bestehend aus Milder Apfel, Milde Orange und Milden Früchten gibt es im 0,75 Liter Elo-Portionspack. Das Mehrwegsortiment von Lindavia, welches ausschließlich über den Getränkefachgroßhandel vermarktet wird, wurde einem Relaunch unterzogen. Die Kernaussage “Liebe auf den ersten Schluck” und das neue Amor-Schlüsselbild sollen den Markenkern aufgreifen und ihn zeitgemäß in Szene setzen.

Abgefüllt wird die Mehrweg-Range in der 1,0-l-VDF-Flasche. Für die Gastronomie steht auch die 0,2 l Flasche mit Schraubverschluss zur Verfügung.

Vöslauer Balance – bewusst leben

Erstmalig vertreten war diesjährig in Köln, die Vöslauer AG, nach eigenen Angaben österreichischer Marktführer im Mineralwassermarkt. Präsentiert wurde auf dem kleinen und sehr feinem Stand in einer “balancierten Atmosphäre” die Vöslauer Wasserwelt mit der gesamten Handelsrange, der neuen Gastronomie-Linie und dem Wellnessgetränk Balance. Das Wellness-Getränk besteht selbstredend aus Vöslauer natürliches Mineralwasser in Kombination mit Kräuterextrakten der Ringelblume, Melisse, Löwenzahn und Lindenblüte, mit einem niedrigen Kohlensäuregehalt…

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 12/2001