Branchengeschehen

Miese Konsumlaune überwiegt derzeit im Euroland. Das Gefühl der Verbraucher, dass der Handel, aber auch die Dienstleistungsunternehmen mit Einführung des Euro gleichzeitig auch Preisanhebungen durchführen würden, hat die Konsumlust insbesondere im 1. Quartal dieses Jahres erheblich beeinträchtigt.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der GfK, die im Auftrag der Europäischen Kommission in sechs Ländern der Europäischen Union durchgeführt wurde.

Allein in Deutschland ist der Indikator Anschaffungsneigung (basiert auf folgender Fragestellung: “Was glauben Sie, wie wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in den kommenden zwölf Monaten entwickeln?” – verbessern, gleich bleiben, verschlechtern) im Januar um 28 Punkte gesunken. Eine derart große Veränderung innerhalb eines Monats hat die GfK seit mehr als zehn Jahren, seit sie diese Befragung für Gesamtdeutschland durchführt, nicht gemessen. Auch mit rund 15 Zählern waren
die negativen Veränderungen in Frankreich, Italien und Spanien ebenfalls außergewöhnlich hoch. Viele Konsumenten in den europäischen Schlüsselländern haben scheinbar größere Anschaffungen noch im alten Jahr, mit der für sie gewohnten Währung getätigt. Dieses würde auch das sehr gute Weihnachtsgeschäft des Handels erklären.

Die aktuellen Daten der amtlichen Statistik belegen, dass die Euro-Einführung keine signifikanten Auswirkungen auf die Inflationsrate hat. In Großbritannien und Dänemark, die beide nicht der Europäischen Währungsunion angehören, blieb die Stimmung dagegen recht stabil. Die GfK geht davon aus, dass es sich bei dem extrem starken Rückgang der Anschaffungsneigung um ein eher kurzfristiges Phänomen handelt und die Konsumneigung im Laufe des Jahres steigen wird.

 

Die Schörghuber Unternehmensgruppe wird die seit Anfang des Jahres bestehende gesetzliche Regelung zum Ausschuss der Minderheitsaktionäre gegen Barabfindung – das so genannte Squeeze Out (ausquetschen) – bei ihren börsennotierten Gesellschaften bayerische Immobilien und Bayerische BrauHolding anwenden. Interbrew hat in Shanghai eine Absichtserklärung mit der chinesischen Zhu Jiang Brauerei unterzeichnet. Diese bietet Interbrew die Möglichkeit, als Promotor bei der Gesellschaftsänderung zur ZHU Jiang Joint Stock Company aufzutreten.

 

Interbrew hätte dann die Möglichkeit einer 25-prozentigen Beteiligung. Die Zhu Jiang Brauerei bereitet für 2003 einen Börsengang vor. Das Absatzvolumen der chinesischen Brauerei wird für 2001 mit 7,5 Millionen Hektolitern angegeben. Zudem sei sie von der Rentabilität pro Hektoliter die führende chinesische Brauerei.

Ein weiteres Lizenzabkommen haben die regen Belgier mit der türkischen Braugruppe Efes über die exklusive Herstellung und Distribution von Beck`s in der Türkei und in Nordzypern unterzeichnet. Ein langjähriges Joint Venture besteht bereits für den rumänischen Markt.

Die Efes-Gruppe ist mit einem Absatzvolumen von 5,6 Millionen Hektolitern Marktführer bei den türkischen Brauereien. Sie kommt auf einen Marktanteil von 78 Prozent.