Ausverkauft: Tausende tanzten auf der Düsseldorf blue parade ab

von Timur Dosdogru
Heiß her ging es auch in diesem Jahr auf dem Rhein zur dritten Düsseldorf blue parade, die vor zwei Jahren von der Düsseldorfer Privatbrauerei Frankenheim ins Leben gerufen wurde. Rund 5000 Party-Fans konnten auf dem aus vier umgebauten Industrie- und Passagierschiffen (die so genannten „blue zones“) bestehenden Konvoi auf dem Weg von Düsseldorf nach Köln etwa neun Stunden richtig „abtanzen“. Insgesamt ein immenser Aufwand: acht Begleitschiffe des Deutschen Roten Kreuzes, der DLRG und eine Crew von rund 80 Security-Helfern sorgten für die Sicherheit an Bord und zu Wasser.

Trotz bester Planung wurde statt um 12:30 Uhr eine gute halbe Stunde später abgelegt, zu groß war der Andrang der Menschenmassen, die es auf den „blue zones“ unterzubringen galt, nicht zu vergessen die Schaulustigen, die die Anlegestellen säumten. Ausverkauft – dies freute vor allem Frankenheim-Gesamtvertriebsleiter Franz J. Zefferer und Bernd Holzrichter, Leiter Medien/Öffentlichkeitsarbeit der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH (DMT), die seit diesem Jahr die Veranstalterrolle der Düsseldorf blue parade von der Brauerei Frankenheim übernommen hat.

Beide sehen die Veranstaltung nicht nur als perfektes Eventmarketing für das Biermischgetränk Frankenheim blue, sondern auch als Gewinn für die Rheinmetropole Düsseldorf. So können sich die Verantwortlichen für die Zukunft gut vorstellen, sich im wahrsten Sinne des Wortes weitere Partner, beziehungsweise Marken ins Boot zu holen. Von ihm aus, so Zefferer, könne auch beispielsweise ein „Red-Bull-Schiff mitfahren“, weil sich die Veranstaltung – zwar mit dem Namen Frankenheim verbunden – aber schon als großes Event der Stadt und Region Düsseldorf etabliert habe, zu der Gäste aus der gesamten Republik anreisten.

Für das hauseigene Biermischgetränk Frankenheim blue habe man in jedem Fall mit diesem Eventmarketing den richtigen Weg eingeschlagen. Und bei der DMT sieht man die Veranstaltung keinesfalls als Wasser-Kopie der Berliner Love Parade, sondern als eine eigenständige, die „genauso zum Rhein passt wie die Loreley“. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht, so wurde beispielsweise berichtet, dass der holländische Kapitän Ron van Loy des zur „blue zone 1“ umgebauten Autotransporters MS Barco das Veranstaltungslogo mittlerweile ganzjährig auf seinem Schiff belasse (und auch aus Überzeugung das passende T-Shirt mit der Aufschrift „bluedu?“ trage) – weil es wohl dem Schiffsführer auch mehr Spaß mache, partybegeisterte junge Menschen über den Rhein zu schippern, als Autos oder Maschinen. Allein das Flaggschiff, die „blue zone 1“ mit 1600 Quadratmeter Platz und 110 Meter Länge musste zu diesem Zweck von einem 50-köpfigen Team fünf Tage lang umgebaut werden. Insgesamt wurden allein auf diesem Schiff 1000 Quadratmeter Teppich und Holzboden sowie kilometerweise Kabel verlegt werden. Sechs Tonnen Alukonstruktionen und rund 480 Meter Absperrungen sorgten für Sicherheit, zudem mussten 17.000 Flaschen (720 Kisten) Frankenheim Alt und blue auf das Schiff geschafft