…the cocktail basic instinct…

4.Licor 43-Cocktail Competition
von Monika Busch

Das spanische Sprichwort „El que está de seso descubre cualquier secreto“– „Nur der Dumme gibt jedes Geheimnis preis“, haben die Erfinder von Licor 43 zur Firmenphilosophie gemacht und die Rezeptur fast zweitausend Jahre streng gehütet. Auch unter dem Namen Cuarenta Y Tres bekannt, sollen weit vor unserer Zeitrechnung, die Römer, als sie unter Publius Cornelius Scipio die iberische Halbinsel eroberten und 206 v. Chr. Quart Hadas, das heutige Cartagena besetzten, diesen „Trunk“ kennen gelernt haben.

Die carthagischen Krieger labten sich nicht nur an diesem Trunk, sondern stärkten sich auch vor ihren Kämpfen damit. Also wurde diese „gefahrvolle Rezeptur“ von den Römern nach der Eroberung verboten, sämtliche Vorräte mussten vernichtet werden, die Kellereien und die Weinkelter wurden zerstört. Der Legende zufolge, sollte mit dieser Vernichtung auch die Erinnerung an die Gründer des damaligen Cartagena aus den Köpfen der Bewohner „gelöscht“ werden. Die spinnen die Römer, dachten sich die Ureinwohner, ließen sich ihren „Zaubertrank“ nicht nehmen und stellten ihn heimlich wieder her. Bald eroberte der „Liquor Mirabilis“ aus Nova Carthago auch die Geschmacksnerven der Römer und überquerte das Mittelmeer. Überliefert wird, dass die Patrizier-Familien bei ihren römischen Banquettes, darauf achteten und es als Prestige ansahen, diesen „Trunk“ ausschließlich für sich zu genießen.

„Die spinnen die Römer…“, dachten wiederholt die Einwohner aus Cartagena und waren keinesfalls bereit, derartiges Verhalten zu dulden. Den Erzählungen zufolge, sollen die aus Cartagena kommenden Seeleute ihren „Zaubertrank“ im 15. Jahrhundert mit an Bord der Karavellen von Kolumbus gebracht haben, um sich zu laben und zu stärken. Weltweit bekannt wurde Licor 43 im 20. Jahrhundert, als der junge, visionäre Cartagener Diego Zamora die Brennerei übernahm, die die regionale Traditionsspirituose nach der zweitausendjährigen überlieferten Rezeptur herstellte. Vor rund 80 Jahren investierte er in einen konsequenten Auf- und Ausbau der Marke und gründete zusammen mit seinem Bruder Angel Zamora Conesa und seinem Schwager Emilio Restoy Godoy das Unternehmen, welches heute unter dem Namen Diego Zamora S.A. firmiert.

Vertrieben wird Licor 43 mittlerweile in mehr als 60 Ländern weltweit. Aufgrund seiner 43 Ingredienzen, die ausschließlich aus natürlichen Zutaten bestehen, wie ätherischen Ölen, Zitrus- und weiteren Früchten, mediterranen Kräutern, pflanzlichen Essenzen und Gewürzen sowie Vanille, ist er ein Allroundtalent. Pur, on the rocks, als Longdrink mit Milch, Soda, Säft-en oder Kakao, ebenso mit anderen Spirituosen als Cocktail steht er für eine hohe Verwendungsvielfalt und hat damit auch die Herzen von deutschen Barmaids und Barkeepern erobert. Zum vierten Mal wurde der Licor 43-Cocktail-Competition ausgeschrieben. Eingereicht werden mussten bei diesem Profi-Wettbewerb innovative Cocktailrezepte mit mindestens 2 cl Licor 43. Mehr als 350 junge Bar-Profis aus den angesagtesten Bars, Diskotheken, Szenetreffs und Restaurants beteiligten sich diesjährig. „Ein großartiges Ergebnis, Teilnahmequoten dieser Größenordnung kommen nur selten bei Wettbewerben vor”, kommentierte Bernhard Stöhr, Präsident der Deutschen Barkeeper Union die Beteiligung, die 40 Prozent über dem Vorjahr lag.
Überzeugend waren waren alle, eingereicht wurden temperamentvolle, sinnliche und verführerische Drinks mit Raffinesse, Einfallsreichtum und selbstredend fachlichem Können. Die Fachjury hatte also die Qual der Wahl. Mit einem „Happy Evening“‚ am 12. Juni wurden in der neu eröffneten Harry’s New York Bar im Hotel Intercontinental in Köln die Gewinner gefeiert. Ein Ambiente, wie es zu der Marke nicht mehr passen kann