Rekordabsatz und weiteres Wachstum für Tetra Pak 2003

Neue Verpackungen für Gemüse und Mikrowellen-Produkte

von Timur Dosdogru

Weiteres Wachstum verzeichnet die Tetra Pak Deutschland GmbH, Hochheim, die im Geschäftsjahr 2003 einen Absatzrekord von 7,852 Milliarden Verpackungseinheiten verbuchen konnte. Dies sei eine Steigerung um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so Dr. Alfred F. Zopf, Sprecher der Geschäftsleitung.

Der Umsatz konnte im Vergleichszeitraum um 1,6 Prozent auf rund 701 Millionen gesteigert werden. Insgesamt sind dies rund zehn Prozent des weltweiten Umsatzes der Tetra-Pak-Gruppe, die in Deutschland erwirtschaftet werden. Der Gesamtumsatz der weltweit agierenden Gruppe beträgt umgerechnet über 7,3 Milliarden Euro und liegt damit über der Schätzung, die noch im vergangenen Jahr ausgegeben wurde.
Außerdem wurde noch ein Rekord gebrochen: im vergangenen Jahr konnte die Gruppe erstmals weltweit über 100 Milliarden Packungen verkaufen. Für den Sprecher der Geschäftsleitung Zopf ist dies angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingung ein erfreuliches Ergebnis. Allerdings sieht Zopf die unterschiedlichen Zuwachsraten bei Absatz und Umsatz als ein deutliches Zeichen dafür, dass der Wettbewerb in der Branche „um jeden Kunden und jeden Auftrag immer härter“ wird. Für Tetra Pak Deutschland ist die mit Abstand bedeutendste Warengruppe die haltbare Trinkmilch. Der um rund fünf Prozent gestiegene Inlandsverbrauch im vergangenen Jahr mit einem geschätzten Volumen von über 2,8 Milliarden Liter, kam auch dem Hochheimer Unternehmen zugute, welches in diesem Markt weiteres Wachstum verzeichnet.
Das Unternehmen geht aber davon aus, dass der Zuwachs überwiegend ins Exportgeschäft geflossen ist und der Verbrauch im Inland sich kaum verändert hat. Zur Bilanzpressekonferenz, die beim Tetra-Pak-Kunden Apollinaris & Schweppes GmbH in Bad Neuenahr stattfand, waren die Exportzahlen noch nicht bekannt. Nach wie vor ist der Getränkekarton im H-Milch-Markt mit 99 Prozent die Nummer Eins unter den Gebinden in diesem Segment. Hier konnten die Hochheimer ihre führende Position in diesem Massenmarkt mit einem Marktanteil von 85 Prozent halten. Auch im Frischmilchbereich gibt es nur vorläufige, geschätzte Daten, die teilweise auf internen Rechnungen beruhen. Danach geht Tetra Pak auch dort von einem konstanten Inlandsmarkt aus, bei einem Volumen von 1.357 Millionen Liter. Auch hier konnte die Marktführerschaft bei einem Marktanteil von 55 Prozent behauptet werden. Auf die Mitbewerber entfalle im Bereich  Getränkekarton somit ein Marktanteil von insgesamt 33 Prozent, heißt es, der Anteil von Mehrwegglas liege bei zehn, der Anteil von Schlauchbeuteln bei zwei Prozent im Frischmilchbereich. Im Fruchtgetränkebereich sieht sich Tetra Pak in seiner Voraussage nach dem Trend zu größeren Packungen bestätigt. Insgesamt sei in diesem Markt ein leichtes Wachstum zu verzeichnen, mit leichten Verschiebungen innerhalb der einzelnen Segmente. Gestiegen ist danach der Absatz der 100-Prozent-Säfte und Fruchtsaftgetränke, im Markt der Nektare ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die 1,0- und 1,5-l-Packungen verdrängten zunehmend die 0,75-l-Packungen, so die Beobachtung. Auch in diesem Bereich dominiert mit 48 Prozent der Getränkekarton als Verpackung.

Man sei mit dem Markt in diesem Segment gewachsen, heißt es, Glas-Mehrweg habe zwei Prozentpunkte verloren. Als wichtigsten Wachstumsträger bezeichnet das Unternehmen die Sparte „Stiller Eistee“, dieses Segment sei im vergangenen Jahr um knapp 30 Prozent gewachsen, bei einem Inlandsverbrauch über einer Milliarde Liter und einem von 82 auf 85 Prozent gestiegenen Marktanteil des Getränkekartons. Hier konnte Tetra Pak den Marktanteil gegenüber dem Vorjahr von 56 auf 60 Prozent steigern. Im Markt der stillen Mineralwässer habe es im vergangenen Jahr ein vermutliches Mengenwachstum von rund sieben Prozent gegeben, der Marktanteil von Tetra Pak betrage aber bisher nur „bescheidene vier Prozent“. Sowohl bei Einweg und auch Mehrweg sei dieser Markt klar von Kunststoffflaschen beherrscht, hier aber sei Tetra Pak etwas stärker gewachsen als der Gesamtmarkt. Man arbeite mit Markenherstellern an der Umsetzung neuer Konzepte zusammen, heißt es. Zufriedenstellend seien auch die ersten vier Monate des laufenden Jahres  ge

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe  06/07/2004