In aller Munde: Biermix, Malz und Weizen

von Monika Busch

Es schäumt und sprudelt auf den TV-Sendern, die Brauereien umwerben und schmeicheln den deutschen Biertrinkern wie kaum zuvor. Jedoch, der Bierkonsum befindet sich seit Jahren  im Sinkflug. Für das erste Quartal diesen Jahres meldet das Statistische Bundesamt ein Minus von 1,1 Prozent oder 0,2 Millionen Hektoliter. Nicht enthalten sind hier alkoholfreie Biere und Malztrunk. Das vor noch gar nicht so langer Zeit von vielen Brauereien „geschmähte“ Segment der Biermischgetränke ist aktuell kaum noch wegzudenken, hier schäumt das Wachstum.

Mit einem Volumen von 2,981 Millionen Hektoliter (DBB) in 2005, verzeichneten die Biermischungen im ersten Quartal 2006 laut Statistischem Bundesamt ein Plus von 5,9 Prozent mit einem Anteil von 0,5 Millionen Hektoliter am Bier-Gesamtabsatz. Neue und besonders nicht bieraffine Zielgruppen konnten die Brauereien, die entsprechend den Marketingmix angelegt hatten, erreichen. Ein großes Plus, denn bekannterweise werden die „angestammten traditionellen und markentreuen Pils-Genießer“ immer weniger. „Dank unserer jungen Produkte konnten wir als eine der wenigen Brauereien in Deutschland noch einen Ausstoßzuwachs verzeichnen“, bilanziert Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins.  Mit 270.500 Hektoliter steuerte die V+-Range immerhin 18,6 Prozent zum Gesamtergebnis bei. Die Sauerländer Brauer hatten sich bereits 2001 für einen „Premium-Biermix“ entschieden und die Range V+ kontinuierlich im Trend der Zeit erweitert. „Die Biermix-Freunde suchen mehr als nur eine trendige Erfrischung – sie wollen neue, attraktive Markenwelten“, so die Überzeugung von Dr. Kuhl. Und damit punkten die Biermischungen. Neue Zielgruppen, ergo neuer Marketingmix. Nicht konventionell, sondern frisch, trendy und szenig punktet der Biermix. Wie die Marktforscher der GfK analysierten konnten Bier und Biermischgetränke im vergangenen Jahr im LEH (inkl. Aldi) und DM eine Umsatzsteigerung erzielen. Auf diesen „schäumenden Zug“ ist der Braugigant Inbev mit Beck’s Green Lemon aufgesprungen. Und erweitert nun die Mix-Range mit Beck’s Level 7 und Beck`s Chilled Orange. Der Mix bei beiden Neueinführungen ist nicht wirklich neu. Level 7 ist ein Energy-Mix mit Guarana und erhöhtem Koffeingehalt. Besetzt hat dieses Feld seit einiger Zeit V+ Energy der Brauerei Veltins.  Und die Warsteiner Brauerei hat den Biermix Warsteiner Premium Orange Mitte 2004 eingeführt. Jedoch sicher ist, dass der Markenabsender Beck`s im Segment der Biermischgetränke weiterhin mitmischen wird. Mit einem Marktanteil von 4,5 Prozent in 2005 liegt der Biermix an vierter Stelle hinter Weizen, aber vor Alt und Kölsch (AC Nielsen).

Weizenbier befindet sich auf einem souveränen Kurs. „Die Sortenaura wird heute gleichgesetzt mit erfrischendem Biergenuss, Geselligkeit und bodenständigen Charakter – alles Werte, die im Trend liegen“, kommentierte Brauereigeschäftsführer Jeff Maisel. Zudem könne heute kaum ein Gastronom auf das Produkt verzichten, weil es für kommunikative Werte stehe. Aber anders als beim Biermix, hat Weißbier immer noch einen saisonalen Schwerpunkt in den Sommermonaten und klar die Assoziation „Biergarten“.  Aber auch als das Siegesgetränk des deutschen Meisters Bayern München. In der Formel 1 wird der Sieg mit Champagner gefeiert, siegestrunkene Fußballer lassen sich gerne nach einem

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 06/07/2006