„Klugheit ist die Kunst, die richtigen Fragen zu stellen.“

Tamara Dragus im Gespräch …
… Prof. Dr. Peter Kruse

Nach dem Studium der Psychologie, Biologie und Humanmedizin promovierte er mit „summa cum laude“ als Stipendiat der Hochbegabtenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes im Bereich Experimentalpsychologie. Zwanzig Jahre lang erforschte er das menschliche Gehirn, heute zählt er zu den 40 führenden Köpfen des Personalwesens in Deutschland:
Prof. Dr. Peter Kruse, Mitbegründer und geschäftsführender Gesellschafter des Methoden- und Beratungsunternehmens nextpractice in Bremen, ist ein Mensch, für den Bezeichnungen wie „Superhirn“ oder „Genie“ nicht unpassend erscheinen. Der 51-Jährige selbst hält derlei Bewertungen schlicht für Blödsinn. Dennoch bleibt dem geneigten Gegenüber im Gespräch nichts anderes als Hochachtung und Respekt.

Prof. Kruse mag es nicht, wenn man ihn ob seiner Intelligenz bewundert und dennoch muss man unumwunden zugeben: Der Typ hat einfach was auf dem Kasten. Ein Grenzgänger ist er, ein spannender Gesprächspartner, mit dem man sich auch in komplexen Themen nie verliert. Äußerlich hat er etwas Biblisch-Griechisches – ein bisschen was von Moses, einen Hauch Moustaki. Es sind vor allem die Augen, die einen vom ersten Moment an gefangen nehmen: Tiefe ist da, Wärme, Weisheit und auch ein bisschen Leiden an der Welt.
Der Fluch des Hochbegabten, immer ein Stück mehr zu erkennen als andere, hat ihm das Leben schon in Kindertagen nicht leicht gemacht. „Familienfeiern waren mir immer ein Gräuel. Da wurde auf vielen Bühnen Theater gespielt und die Zuschauer schienen nicht zu merken, was hinter den Kulissen passiert.“ Weil ihn die Menschen faszinieren und weil er sich „irgendwie für alles interessiert“, entscheidet er sich für das Studium der Psychologie. Seinen Zivildienst leistet er in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Später arbeitet er neben seiner Forschungstätigkeit auch in psychotherapeutischer Praxis. Obwohl die Begleitung kritischer Lebenssituationen dabei im Mittelpunkt steht, wird es für Peter…

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 04/2006