MESSEN

Internorga 2006 – Hamburg, 3. bis 8. März

(tido) Für die 80. Leitmesse für den Außer-Haus-Markt wurde im Fußball-WM-Jahr hinsichtlich Umsatz- und Gewinnchancen für Hotellerie und Gastronomie der Anspruch noch höher gelegt. Die gnadenlose gastronomische Nutzung des Mega-Events wird daher erwartet, Hackfleischbällchen im Fußball-Look und Championburger im Fußballbrötchen werden nicht die einzigen Auswüchse sein, mit denen die Industrie sich und die Fans in Kicker-Stimmung bringen will – Convenience ist also vom 3. bis 8. März auf dem Hamburger Messegelände angesagt. Im Trend liegen daher hochveredelte vor- und fertiggegarte Produkte für die Zubereitung oder Regenerierung in Kombidämpfer oder Mikrowelle. Klassische Braten „fix und fertig gegart, vorgeschnitten und exakt kalibriert“ seien beispielsweise momentan der Trend – Klassiker wie Tafelspitz in Meerrettich-Sahne-Soße, Schweinebraten oder Rinderroulade, nur noch im Kochbeutel erwärmen und servieren, heißt es. Weiter angesagt sind außerdem Ethnic-Food, Retro-Look, Wellness und – Spieße. Zurzeit werde „gespießt, was auf die Finger kommt“. Die Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Erwartet werden rund 950 Aussteller aus über 20 Ländern. Eintritt (nur Fachbesucher): 23 Euro (Zweitageskarte 32 Euro), Fachschüler 10 Euro.

Brau Beviale 2006 – Nürnberg, 15. bis 17. November

(tido) Etwa 1400 Aussteller aus den Bereichen Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketing erwarten zur diesjährigen Brau Beviale Nürnberg (15. Bis 17. November) über 37.000 Besucher. Für manch einen sei das Jahr 2005 kein gutes Jahr gewesen, so die NürnbergMesse, vor allem, wenn die Rede auf die EU gekommen sei. Es sei aber wohl alles nur eine Frage des Standpunktes.
Trotz aller Probleme, die der schwungvollen Entwicklung der EU einen herben Dämpfer verpasst hätten, sei die Europäische Union als größter Binnenmarkt besser als ihr Ruf. Weder an den Stärken noch an den Schwächen dieser wirtschaftlichen Supermacht Europa habe sich allerdings etwas geändert, heißt es. „Doch scheint der Zeitgeist der EU heute stärker ins Gesicht zu blasen als noch vor einem Jahr“, so die nüchterne Betrachtung. Laut einer Studie des Euro-Handelsinstitutes (EHI) Köln drohe Europa binnen kürzester Zeit zu einem Mega-Discountmarkt zu werden.
Die Konsequenzen für Hersteller und deren Zulieferer seien in diesem Fall wie gehabt: erhöhter Druck auf Preise und Renditen, welcher nur von Unternehmen kompensiert werden könne, die sich mit entsprechenden Maßnahmen auf den verschärften Wettbewerb eingestellt hätten.
Die Brau Beviale habe sich schon vor dem Fall des Eisernen Vorhangs allein schon durch ihre Nähe zu Mittelosteuropa „ganz in den Dienst der politisch, kulturell und wirtschaftlich klar umrissenen Region Europa gestellt“, heißt es weiter. Ausländische Direktinvestitionen (ADI) hätten dazu beigetragen, dass die neuen EU-Länder die Aufnahmekriterien schnell hätten erfüllen können und damit den Grundstein für wirtschaftliche und politische Stabilität gelegt hätten.
Mit ihren nun 455 Millionen Einwohnern oder sieben Prozent der Weltbevölkerung sei die EU der größte Binnenmarkt der Welt, auf den etwa ein Fünftel des Welthandels entfalle. Trotz des unausweichlichen Wachstums der Milliarden-Bevölkerungs-Republik China liege das Bruttoinlandsprodukt immer noch sechs Mal höher als das der Chinesen und sei sicherer als die groß auf Pump finanzierte Wirtschaft der USA – gute Aussichten für eine paneuropäische Messe, vor allem einer innovativen und emotionalen Branche wie der Getränkeindustrie.