Podcast mit „Karlcast“

(bu/tido) Das Podcasting soll langsam den Kinderschuhen entwachsen. Die Branche sei dabei, sich zu formieren, lautet das Fazit des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft anläßlich des Podcast-Kongresses. Die Branche sei dabei Geschäftsmodelle auszuloten und ihr Publikum zu finden, heißt es weiter.
Während traditionelle Medien, wie Radio oder Fernsehen das Publikum eher berieselten, könne der Nutzer beim Podcasting die Sendungen aktiv und gezielt auswählen. „Momentan wird Podcasting stark beobachtet, aber die Entwicklung steht erst am Anfang”, so Marc Schmidt, Arbeitskreisleiter beim eco Verband. Marktpotenzial sei auf jeden Fall vorhanden. Für Schmidt steht fest, dass Podcasting kein Massenmedium werden wird. Nach seiner Meinung zählt hier eher die Qualität und nicht die Quantität. Der Verband prognostiziert bis 2010 weltweit cirka 60 bis 70 Millionen Podcast-Hörer. Für Deutschland geht man man von rund drei Millionen Hörer aus. Derzeit sei der typische Podcast-Hörer männlich, um die 30 Jahre alt, überdurchschnittlich gebildet und lebe mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit als Single.
Die Karlsberg Brauerei KG Weber, Homburg ist auf diesen Zug aufgesprungen. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben als weltweit erste Brauerei mit einem eigenen Video-Podcast online. Ausgehend von dem Gedanken, dass diese Form der Unternehmenskommunikation in den letzten Monaten rasant gewachsen ist und zu einem globalen Medientrend werden soll, will man im Hause Karlsberg wohl auch auf die zu erwartenden Beschränkungen in der klassischen Werbung reagieren. „Jetzt können wir Botschaften plazieren, die niemand mehr verpassen wird“, heißt es dazu folgerichtig und schon fast drohend. So heißt das neue Homburger Kommunikationspaket „Karlcast“ und kann kostenlos über iTunes oder andere „Feed Reader“, wie Bloglines, ETC oder My Yahoo! geladen und abonniert werden.
Außerdem können auf der Karlcast-Homepage alle Filme angesehen werden, aktuell die erste Folge „Ausgezeichnet“, die von den derzeitigen Aktivitäten der Marken MiXery und Desperados handelt. Mittels der Photomotion-Technik werden dabei zweidimensionale Bildwelten in dreidimensionale umgewandelt. In den USA kommen attraktive Podcasts bereits auf bis zu 500.000 Abonnenten, wobei auch bereits erste Sendungen ausschließlich online angeboten werden, bevor sie ins „normale“ Fernsehen kommen.