Anuga 2007 rüstet mit der neuen Koelnmesse auf

von Timur Dosdogru
Zur 29. Anuga (13. bis 17. Oktober 2007) hat die Koelnmesse ihr Gelände in der Domstadt aufgerüstet. Der Messestandort Köln hat mittels weit reichender Baumaßnahmen ein „modernes, effizienteres und auch attraktiveres Gesicht bekommen“, wie es stolz heißt. Der Standort Köln als viertgrößter Messestand-ort der Welt hat damit zum Jahresbeginn die umfangreichsten Baumaßnahmen in seiner 80-jährigen Geschichte hinter sich gebracht.

So wurden im Norden des Geländes vier neue stützenfreie Hallen errichtet, im Gegenzug wurde ein Teil der traditionellen, am Rhein gelegenen Hallen aufgegeben. Modernisiert wurden auch die weiterhin genutzten Osthallen, die jetzt Südhallen heißen. Fünf zentrale Eingänge sollen zur diesjährigen Anuga für gleichmäßige Besucherströme sorgen, wobei ein heller, überdachter Messeboulevard die einzelnen Bereiche verbindet und klare Strukturen schafft.
Nach wie vor gilt die Anuga mit über 6000 Anbietern und einer Bruttoausstellungsfläche von 296.000 Quadratmeter als größte Food-&-Beverage-Messe der Welt. Insgesamt stehen für sie zwölf Hallen zur Verfügung. Schon von der Bahn aus sei der neue, großzügige Südeingang sichtbar heißt es. Zum Eingang „Rheinparkhalle“ kommt noch der Westeingang mit direktem Zugang zu den Hallen 2 und 4, der Osteingang mit einem neuen Ambiente sowie der komplett neue Eingang Nord, der Besucher mit Licht durchfluteter Architektur erfreuen soll. In den Südhallen finden sich moderne Infrastruktur, Catering-Zonen und Sanitäranlagen, zudem wurden diese mit einer Freiluft-Piazza verbunden – als Ruhezone in frischer Luft. Auch die Obergeschosse dieser größtenteils zweigeschossigen Hallen sind über Zufahrtsrampen für den Auf- und Abbauverkehr erreichbar.
Die eingeschossigen Nordhallen – elf und 15 Meter hoch – sind durchgängig befahrbar und wie die Südhallen flächendeckend mit Strom-/Wasser-/Druckluftversorgung, Telekommunikation und Medientechnik ausgestattet.
Auf Veranstaltungen warten insgesamt zwei Congress-Zentren, die sich zusammen mit den Hallen entlang des 700 Meter langen Messeboulevards als zentraler Verbindungsachse zwischen Nord und Süd gruppieren – eine Service- und Flaniermeile. Über ein angeblich „klares und übersichtliches Wegeleitsystem“ sollen Aussteller und Besucher ihre Ziele schnell erreichen können, heißt es weiter. Im Rahmen der turnusgemäß alle zwei Jahre stattfindenden Anuga soll dieses Jahr erstmals die Anuga Organic mit ökologisch erzeugten und verarbeiteten Lebensmitteln als neue Fachmesse etabliert werden. Zum neuen Partnerland-Konzept der Anuga soll Thailand den Anfang machen.