Bi[er]onaden

Bionade
Maltonade
Aloha
Nox
Ökonade
Bionaris
BiO Original
& Co.

von Monika Busch
Unzählige Drinks und Variationen, wie beispielsweise Health-, Chilled- oder Wellness-Drinks buhlen um die Gunst der Durstigen. Der Markt wird immer schneller, unübersichtlicher und unberechenbarer. Die so genannten Mee-Toos oder Klone haben Hochkonjunktur. Und das bekommt jetzt auch die überaus erfolgreiche Bionade zu spüren.

Erfinder Dieter Leipold „rettete“ mit der ökologisch, wie Bier gebrauten, alkoholfreien Bionade die in Ostheim ansässige Brauerei Peter. Anfangs noch als Geheimtip in Bioläden zu haben, avancierte der hochpreisige Gesundtrunk innerhalb von drei Jahren zum Kultgetränk. Nach rund 70 Millionen Flaschen in 2006 wollen die Ostheimer diesjährig 220 Millionen absetzen. Dafür wurden die Braukapazitäten erweitert. Hochgestecktes Ziel: Bionade soll Volksgetränk werden und weltweit erhältlich sein. Ein Schritt in diese Richtung: Bionade wurde in das Sortiment von McCafè aufgenommen. „Der Erfolg von McCafè hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Wir wollen mit McCafè auch in den kommenden Jahren wachsen und damit ganz neue Zielgruppen für Mc Donald begeistern,” betonte der Vorstandsvorsitzende Mc Donalds Deutschland Bane Knezevic, anlässlich der Eröffnung des 300. McCafès in Köln. Bis Ende diesen Jahres werden neue Produkte in das Sortiment aufgenommen, neben Müsli, Früchtebecher und Gemüsesticks, auch Bionade. Denn die ist beim Mitbewerber Starbucks bereits zu haben. Potenzial für ein Volksgetränk ist sicherlich vorhanden und dies ruft in einer Marktwirtschaft Mitbewerber auf den Plan. Zu spüren bekommen das nicht nur Energys, Biermischgetränke und Dosenprosecco, sondern eben auch Bionade. Mit Maltonade ist bei dem Discounter Plus ein Bio-Erfrischungsgetränk in den Geschmacksrichtungen Orange-Kiwi, Kräuter und Holunder-Cranberry erhältlich. Eine „dreiste Kopie“, Klon, Mee-Too? Darüber sollen nun Gerichte entscheiden. Die Bionade GmbH hat gegen Plus und den Hersteller, der Frankfurter Brauhaus GmbH (Oder) gerichtliche Schritte eingeleitet. Das Design von Maltonade sei unlauter abgekupfert worden und suggeriere dem Verbraucher, es handle sich um die gleiche Qualität wie Bionade, äußerte sich Bionade-Chef Peter Kowalsky in der Financial Times Deutschland. Es handele sich um ein optisches Imitat, das nicht fermentiert, sondern zusammengemischt sei. Oberflächlich betrachtet erinnert die Ausstattung nebst Etikettierung sicherlich an Bionade. Aber, ein Smart hat nunmal genau soviele Reifen wie ein BMW Z3.
Und, für die Lifestyle-Bio-Fraktion ist klar: Bionade ist das Original in der Glasflasche mit Kronkorken – wäre da nicht ebenfalls ein 0,5-Liter-PET-Gebinde mit Schraubverschluss. Maltonade abgefüllt in PET und Schraubverschluss – fermentiert ist hier lediglich der Gerstenmalzex

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 08/09/2007