Chilenische Weinwirtschaft wächst – auch durch Exporte nach Deutschland

Racke/Aresti-Joint-Venture Espíritu de Chile gilt hier als Markt- und Preisführer

(tido) Weg vom Image namenloser Billigweine – auf diesem Weg befindet sich zunehmend die Weinwirtschaft in Chile. Die Weinexporte des Andenstaates stiegen im vergangenen Jahr (Juli 2006 bis Juni 2007) um knapp 18 Prozent. Laut der Organisation Vinos de Chile sei dieses Wachstum nicht etwa mit Preisabschlägen erkauft worden, sondern seien im Gegenteil die Preise chilenischer Weine um 5,3 Prozent gestiegen. Auch der wachsende deutsche Markt hat mit zu diesem Wachstum beigetragen – hier stieg die Absatzmenge sogar um 27 Prozent, die Preise um 7,3 Prozent – was auch als Beleg für den Trend zu Originalabfüllungen höherer Qualität gesehen wird. Vor allem das zweite Halbjahr ließ die Exporte noch einmal kräftig um 27 Prozent wachsen, allein im deutschen Markt gar um 62 Prozent – ebenfalls ohne Preiseinbrüche.
Hier hat vor allem das Binger Unternehmen Racke profitiert, dessen Joint Venture Espíritu de Chile Ltd. gemeinsam mit der chilenischen Aresti Winery auf dem vierten Platz der wichtigsten Exporteure chilenischer Weine rangiert. International konnte das Gemeinschaftsunternehmen bisher 2,2 Millionen Flaschen absetzen und gilt nach eigenen Angaben als Umsatzführer in Sachen Chile-Wein. Auch unter den chilenischen Originalabfüllungen auf dem deutschen Markt soll die Espíritu-Linie laut Unternehmen auch an erster Stelle liegen – bei einem Durchschnittspreis von immerhin 3,99 Euro, 20 Prozent höher als sonstige chilenische Weine.