Trends erkennen, mit Innovationen punkten

von Monika Busch
Die Eventlocation „Kochschule Hannover“ und der Bahnhof Leinhausen bildeten die Kulisse für den diesjährigen Symrise Beverage Innovation Day. Am Vorabend des Symposiums zeigte sich der Anbieter von Duft- und Geschmacksstoffen mit einem Überraschungsdinner als innovativer Gastgeber.

In dem Ambiente einer ehemaligen Wurstfabrik wird jetzt unterhaltsam gekocht und dazu wurden die Teilnehmer eingeladen. In ausgelosten Gruppen wurde ein 4-Gänge-Menü für alle Teilnehmer unter professioneller Anleitung kreiert. Live dabei: Heiko Antoniewicz, Sternekoch und molekularer Cocktailmixer. Antoniewicz kreierte durch Einsatz unterschiedlicher Techniken aus der Molekularküche Cocktails als Kügelchen, Schaum und Gel. Der hoch professionelle Service und leckere Tröpfchen steuerten zu einem mehr als gelungenem Abend bei.
Das Symposium setzte sich mit richtungsweisenden Trends und den damit verbundenen Anforderungen an die Industrie auseinander. Schlüsselwort Innovation, gleichzeitig eine große Herausforderung. Denn kurze Produktlebenszyklen und eine hohe Anzahl von Flops bestimmen auch das Marktgeschehen.
Frank von Keutz, Symrise Vice President BD Beverages EAME, skizzierte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Innovationen und zog das Fazit, dass aufgrund verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen das Konsumklima so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr sei, Verbrauchertrends klar zu erkennen seien und innovative Unternehmen belohnt würden.
Kreutz geht davon aus, dass nach einem Investitionshöhepunkt 2007 in Verpackungsinnovationen, 2008 frei werdende Investitionssummen verstärkt in Line- und Brand Extensions investiert werden. Die wesentlichen Trends sind für den CEO Selbstverwöhnung, Gesundheit und Convenience.
Technical Director Germany & European Director Environment & Water Resources Dr. Klaus Stadler, Coca-Cola GmbH, lüftete zwar keine Firmengeheimnisse, stellte recht detailliert einen Innovationsprozess beim Global Player dar, mit dem Fazit, dass bei allen akademischen Diskussionen bei Innovationen letztlich das Geld im Markt zähle.
Sebastian Kamolz, Marketingleiter Mast-Jägermeister AG, zeigte eindrucksvoll erfolgreiche Kundenbindung durch Brand Entertainment. „Wir lieben unsere Freiheit und setzen auf konsequente Eigenwilligkeit“, umschreibt Kamolz den Erfolg von Jägermeister. „Mit abgesetzten 76,5 Millionen 0,7-Liter-Flaschen geht es dem Unternehmen gut. Wir favorisieren lokale und keinesfalls globale Nischenpolitik mit maßgeschneiderten Konzepten und dieses immer von der Gastronomie zum Handel.“
Den sogenannten Lebensstil Lohas: Lifestyle of Health and Sustainability – analysierte Susanne Köhler, Zukunftsinstitut, als einen Innovationsmotor. Ein Wertewandel habe sich vollzogen vom Massenkonsum zur LOHAS-Ökonomie. Der Konsument von gestern lebte in einer Industriegesellschaft, präferierte Wohlstand, Ressourcenverbrauch, Massenkonsum, Hedonismus, Eskapismus, mehr Geld. Der LOHAS-Konsument lebt in einer Wissensgesellschaft, präferiert Wohlfühlen, Nachhaltigkeit bewussten Konsum, Genuss, Gesundheit, mehr Zeit.
LOHAS wollen das beste aus zwei Welten, verbunden mit innovativen Produkten und sind bereit, dafür mehr Geld auszugeben. Weiteres wichtiges Kriterium: Verantwortung & Nachhaltigkeit. Kai Lockermann, Managing Director Icon Added Value GmbH, zeigte sehr plastisch innovative Prozesse in der Markenführung…

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 11/12/2007