Gastro-Kooperationen auf dem Vormarsch

Coca-Cola mit Ganter
Erdinger mit Carlsberg
Sinalco mit Alpirsbacher
Rauch mit Bitburger



von Timur Dosdogru

Regionale Gastronomie-Kooperationen erfreuen sich weiter zunehmender Beliebtheit. Eine Zusammenarbeit im Gastronomiegeschäft haben die Freiburger Brauerei Ganter und die Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG, Berlin, beschlossen. Der entsprechende Vertrag sieht von Beginn des Jahres 2008 eine Belieferung von alkoholfreien Getränken vor, wobei die Brauerei Ganter ihren Gastronomiekunden verstärkt Coca-Cola-Produkte anbieten will. Gleichzeitig sollen mit Coca-Cola gemeinsame Marketing- und Verkaufsförderungsaktionen im Gastronomiegeschäft durchgeführt werden. Für Coca-Cola ist die starke Vernetzung der 1865 gegründeten Brauerei mit der Gastronomie in Baden ausschlaggebend, wie es Torsten Biermann, Coca-Cola-Geschäftsleiter Baden-Württemberg formuliert. Für das Haus Ganter sieht Geschäftsführer Maximilian Erlmeier mit der Kooperation vor allem auch die Möglichkeit, die Beziehungen zur heimischen Gastronomie weiter auszubauen.
„Die Kooperation entspricht unserem Verständnis von Qualität und Markenpflege, mit dem wir unsere Partner in der Gastronomie bedienen“, so Erlmeier und Ganter-Vertriebschef Detlef Frankenberger.
Auch die Deutsche Sinalco GmbH Markengetränke & Co. KG, Duisburg-Walsum, und die Alpirsbacher Klosterbräu Glauner GmbH & Co. KG haben eine langfristige regionale Zusammenarbeit vereinbart. Die Brauer aus dem Schwarzwald sollen ab dem 1. Januar 2008 Sinalco-Gastronomiegebinde exklusiv in ihrem Vertriebsgebiet Baden-Württemberg anbieten. Im Hause Sinalco sieht man diesen Schritt als regionale Ergänzung zu dem seit 2003 bestehenden ähnlichen Handel mit der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG, Kreuztal-Krombach, über welchen über 3000 Gastronomieobjekte mit Sinalco-Produkten beliefert werden – in 2006 mit einem Gastro-Absatz vom über 80.000 Hektoliter. Für dieses Jahr wird in diesem Bereich eine zweistellige Zuwachsrate erwartet. Die Einbindung des neuen Vertriebspartners Alpirsbacher sei in Absprache mit Krombacher erfolgt, heißt es aus Duisburg-Walsum. Von einer regionalen Kooperation kann man im folgenden Fall aber nicht mehr sprechen. Die Bitburger Braugruppe hat ihr Sortiment um Fruchtsäfte des österreichischen Familienunternehmens Rauch ergänzt, die über das nationale Vertriebsnetz der Braugruppe flächendeckend in Deutschland angeboten werden. Selbstredend will Bitburger hier die hauseigene Gastronomiestärke als Deutschlands Fassbiermarke Nr. 1 ausspielen.
Die Firma Rauch gilt in Europa und international als eines der bedeutendsten Fruchtsaftunternehmen, bei einem Umsatz von über 620 Millionen Euro und mehr als 1400 Mitarbeitern in eigenen Werken in Österreich, Ungarn, der Schweiz und Serbien. Rauch-Säfte und -Eistees werden laut Unternehmensangaben weltweit in rund 90 Ländern verkauft.
Auch eher nationalen Charakter hat die Gastro-Kooperation für Nord- und Ostdeutschland zwischen Erdinger Weissbräu und Carlsberg Deutschland, die seit dem 1. Januar gilt. Die Carlsberg Deutschland Gruppe sieht ihr Portfolio in Sachen Weizenbier damit gut abgerundet, wie es aus Hamburg heißt.