Internorga 2008

the same procedure as every year…
…but the times have changed

Hamburg… 82. Internorga
von Monika Busch

Pünktlich zum Start der diesjährigen 82. Internorga am 7. März strahlte das fast fertiggestellte neue Messegelände. Die „Neue Messe Hamburg” präsentierte sich mit der Internorga – Europas größter Leitmesse für den Außer-Haus-Markt – mit rund 1.000 Ausstellern als „Schrittmacher“ für den Messestandort Hamburg. Und die sehr stadtnahe Lage des Messegeländes und die damit verbundenen kurzen Wege sind ein weiterer gewichtiger Faktor für den Standort. Rund 112.000 Besucher aus dem In- und Ausland wurden gezählt.

Diesjährig im Fokus der Getränkebranche nach wie vor der Wellnesstrend – hier vor allem Getränke mit Zusatznutzen, diverse Varianten bei den Biermischgetränken nebst alkoholfreien Varianten und verstärkt Getränke für die Zielgruppe „Frau“. „Im Trend liegen so genannte Wasser-plus-Getränke mit leichtem Fruchtsaftanteil“, berichtete Philipp Schroeder von der wafg. Bei den Mineralbrunnen gehe der Trend stark in Richtung Near-Water-Produkte mit neuen Geschmacksrichtungen wie Apfel-Mirabelle, Sternfrucht-Lotusblüte oder Pfirsich-Zitrone, skizzierte VDM-Geschäftsführer Wolfgang Stubbe die Entwick-lung. Das anlässlich der Internorga untersuchte Investitions- und Innovationsklima verzeichnet eine positive Stimmung in der deutschen Gemeinschaftsverpflegung.
Negativ, und hier sind sich Gastronomen, Getränkefachhändler und Brauereien einig, wird sich das flächendeckende Rauchverbot auswirken. „Wir brauchten erst Kommunalwahlen in Bayern, damit über dieses Verbot nachgedacht wird“, war zu hören. Selbstverständlich wird der Nichtraucherschutz keinesfalls in Frage gestellt, aber andere Lösungen seien durchaus möglich und vor allem praktikabel. „Jetzt denken doch tatsächlich Juristen in Bayern darüber nach, ob die Zelte auf dem Oktoberfest Bier- oder Eventzelte sind. Bierzelte sind im Verbot erfasst, Eventzelte nicht!“ – das klingt nach Loriot, ist aber wirklich Fakt.
Und die Branche muss mit weiteren Restriktiven der Gesetzgebung rechnen. In einem Strategiepapier der Arbeitsgruppe Suchtprävention fordert die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing massive Einschränkungen der Alkoholwerbung. Neu ist dieses nicht, aber die Androhung diverser Werbeverbote nimmt zunehmend konkrete Formen an. Ein Alkoholwerbekontrollgesetz, keine Markenwerbung mehr im Kino oder Fernsehen und ein Sponsoringverbot werden…

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 04/2008