Milliarden-Deal: PepsiCo kauft Russlands größten Safthersteller

Punica und Legoland beschließen strategische Partnerschaft

(tido) Stolze 1,357 Milliarden Dollar hat sich der amerikanische Getränkeriese PepsiCo die Übernahme des größten russischen Fruchtsaftherstellers Lebedyansky kosten lassen. Für die Amerikaner war dies der bisher größte Kauf im Ausland, für den russischen Lebensmittelsektor ebenfalls das größte Geschäft. Vorbehaltlich der Genehmigung der Antimonopolbehörde sollen laut einem Bericht von Welt Online PepsiCo und die Pepsi Bottling Group 75,53 Prozent der Aktien erhalten. Bislang standen dem börsennotierten russischen Konzern der Duma-Abgeordnete Nikolai Borzow und dessen Sohn Juri vor, das Unternehmen soll eine Marktkapitalisierung von 1,8 Milliarden Dollar aufweisen. Die Sparten Kindernahrung und Mineralwasser wurden nicht verkauft. Der Konzern verfügt über das stärkste Vertriebssystem in Russland und einen Marktanteil bei Säften von 33 Prozent. 2007 hat das russische Unternehmen einen Umsatz von 944,8 Millionen Dollar (plus 33 Prozent) und einen Reingewinn von 79,2 Millionen Dollar (plus zehn Prozent) erwirtschaftet. PepsiCo sieht sich damit auch in Russland in bester Konkurrenz zum Coca-Cola-Konzern, der 2005 den zweitgrößten Safthersteller Multon übernommen hatte.
Die deutsche PepsiCo-Niederlassung hat für ihre Marke Punica mit dem Freizeitparkunternehmen Legoland Deutschland eine strategische Partnerschaft geschlossen. So steht die Produktreihe Punica Kids auf der Getränkekarte des Freizeitparks bei Günzburg im Allgäu, außerdem werden 2008 gemeinsame Sonderaktionen durchgeführt: zum Frühjahr und Sommer werden alle Glasflaschen mit abziehbaren Etiketten versehen, auf dessen Rückseite Sammelgutscheine gedruckt sind. Bis zu vier Personen bekommen dann für zwölf Gutscheine einen Rabatt von 20 Prozent auf ihre Tageskarten im Park.