„Schäumendes Rokoko“ läutet Wein&Gourmet-Festival an der Mosel ein

von Timur Dosdogru

Einen genussreichen Abend im historischen Palais in Trier erlebten rund 250 Gäste der Veranstaltung „Schäumendes Rokoko“, mit der das diesjährige Wein&Gourmet-Festival an der Mosel eingeläutet wurde.
Zum zehnten Festival-Jahr war das Palais, welches mit Winzersekt und Gourmet-Küche lockte, farbig erleuchtet worden, das Barock-Treppenhaus und die Säle erfüllt mit Club-Musik. Der große Rokoko-Saal mit edlen Ledermöbeln, Cocktailbar und DJ bildete eine Lounge der besonderen Art, während acht Sektmanufakturen der deutschen und luxemburgischen Mosel insgesamt 16 Winzersekte von Elbling, Riesling, Chardonnay und St. Laurent präsentierten.Vier Spitzenköche servierten kulinarische Köstlichkeiten, wie sanft gegarter Schottenlachs im Zitrusschaum, Ragout vom Kalbstafelspitz in Pommery-Senfsauce oder Barbarie-Entenbrust unter Honig-Pfefferkruste. Dabei ließen sich Wolfgang Becker (Trier), Alexander Oos (Trittenheim), Alexander Kunz (St. Wendel) und Renato Favro (Luxemburg) im Rahmen der Küchenparty-Atmosphäre an ihren Marktständen vom Publikum über die Schulter sehen, als sie acht Gänge zusammenstellten – dies alles unter den hoheitsvollen Blicken von Kurfürst Johann Philipp von Walderdorff, der stumm von seinem Portrait auf das Treiben herabschaute. Als Vorsitzender des Moselwein e. V. begrüßte Weinbaupräsident Adolf Schmitt die Gäste, den offiziellen Festival-Startschuss gab die Mosel-Weinkönigin Martina Servaty.
Auch der Wettbewerb „Der Beste Schoppen“ im Weinanbaugebiet Mosel feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Seit einer Dekade werden alle Gastronomen und Hoteliers aufgerufen, ihre Mosel-Schoppenweine dem Qualitäts-test zu unterwerfen. Heute dürfen 152 Gastronomiebetriebe den Titel „Haus der Besten Schoppen“ führen, der Wettbewerb ist mittlerweile zu einem rund 530 Unternehmen umfassenden Netzwerk gewachsen, die sich regelmäßig austauschen. Die Betriebsleiter aus Gastronomie und Weinwirtschaft arbeiten gemeinsam an der Qualitätssteigerung der offenen Ausschankweine und der Verbesserung der Servicequalität durch Schulung des Personals. In diesem Jahr gibt es in den „Häusern der Besten Schoppen“ einen zusätzlichen Wettbewerb für die beste Präsentation derselben.