Bionade: (k)ein Sommertheater

von Monika Busch

„Selbstkritischer Geschäftsführer: Bionade-Chef Peter Kowalsky entschuldigt sich für die 30-prozentige Preiserhöhung“ war im Nachrichtenmagazin Spiegel zu lesen.
Kowalsky bereue die drastische Verteuerung. Es sei jedoch nicht seine Entscheidung gewesen, vielmehr habe ihn der Mehrheitsgesellschafter, die RhönSprudel-Gruppe, dazu gedrängt. „Wir allein hätten es in mehreren Schritten gemacht, nicht so, dass man dem Verbraucher frontal eine in die Schnauze haut“, sagte Kowalsky im Spiegel. Dr. Manfred Ziegler, Geschäftsführer der RhönSprudel-Gruppe, äußerte sich umgehend zu diesen Medienberichten: „Die Bionade-Preiserhöhung 2008 war ein einstimmiger Beschluss unter allen Geschäftsführern und Gesellschaftern. Notwendig machten diesen Schritt das aufwendige Herstellungsverfahren der Limonade und nicht zuletzt die absolut hochwertigen Bio­rohstoffe. Die RhönSprudel-Gruppe ist mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter bei Bionade. Den Beschluss hat auch der für Marketing und Vertrieb zuständige Geschäftsführer und Gesellschafter Peter Kowalsky mitgefasst.“ Einen angeblichen Bankendruck auf RhönSprudel wegen eines Verkaufs der Bionade-Anteile weist Ziegler zurück: „Tatsache ist, dass die RhönSprudel-Gruppe auf ertragskräftigen, wirtschaftlich soliden und finanziell absolut sicheren Füßen steht. Nachdem schon das Geschäftsjahr 2008 gut gelaufen ist, kündigt sich für 2009 eine weitere Verbesserung der Ergebnisse an.“ Gerüchte über einen Verkauf der Bionade-Anteile von RhönSprudel sind seit Sommer dieses Jahres immer wieder zu lesen. Als In­teressenten werden insbesondere Coca-Cola und PepsiCo gehandelt. Dieses wurde von keinem der Unternehmen bestätigt oder ­dementiert.