Bierjahr 2015 – Ausblick und Rückblick

von Monika Busch

Die Zusammenarbeit zwischen den Getränkeherstellern und dem GFGH bleibt für den Bundesverband „ein ständiges Arbeitsfeld“. Wesentliche Grundsätze hatte der Bundesverband bereits vor 17 Jahren erstmals in einem Memorandum festgeschrieben, das im April 2016 zum dritten Mal aktualisiert wurde.

Auch diesjährig kritisiert der Verband die Leergutsituation bei einigen Herstellern, insbesondere während der Fußballeuropameisterschaft – ähnlich wie zur Weltmeisterschaft 2014. Hersteller hätten schon vorab verkündet, „nur noch Getränke gegen entsprechendes Leergut auszugeben“, berichtet der Bundesverband.

„Vielleicht sollten diese Hersteller ihr Leergutmanagement überprüfen“, rät der geschäftsführende Vorstand des Bundesverbands des Deutschen Getränkefachgroßhandels (BV GFGH), Günther Guder, und hegt den Verdacht, dass einige EM-Aktionen in anderen Vertriebswegen Schuld an der Gebindeknappheit seien, die einfach auf den GFGH abgewälzt werde und dort Zusatzkosten verursache.

Für das Jahr 2015 meldeten die 545 Mitgliedsunternehmen des BV GFGH in einer internen Konjunkturumfrage mit 20,78 Milliarden Euro (Vorjahr: 20,48 Milliarden Euro) einen um 1,5 Prozent höheren Umsatz. Damit stehen die Verbandsmitglieder für 80 Prozent des Gesamtumsatzes der rund 2.800 Betriebe zählenden Branche. Wie der Bundesverband weiter mitteilt, seien die Gewinne hingegen um durchschnittlich 1,8 Prozent gesunken.

Auch im laufenden Jahr werden die Konjunkturerwartungen getrübt durch „die anhaltend hohen Promotionsanteile der nationalen Biermarken (76,3 Prozent in 2015 und aktuell auch mit wieder steigendem Anteil unter zehn Euro pro Kasten) und den seit nunmehr 13 Jahren bestehenden Dauerdumpingpreis von 19 Cent pro 1,5-Liter-PET-EW-Flasche Mineralwasser“. Zudem nehmen die Discounterlistungen von Bier- und Mineralwassermarken zu. Und auch das Wetter spielt nicht wirklich mit, die Biergarten- und Festveranstaltungssaison ist bisher ins Wasser gefallen.

Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Print-Ausgabe 08/09/2016