von Monika Busch, Fotos: dgw
Die ersten Sonnenstrahlen des Spätsommers liegen noch über den Hängen von Mosel, Saar und Ruwer, als die Winzerinnen und Winzer schon mit Scheren und Eimern zwischen den Reben stehen. Kaum ein Jahrgang hat die Betriebe so gefordert wie dieser. Die Trauben reiften in einem Tempo, das keine Pausen zuließ. Ab dem 8. September beginnt die Lese – und sie endet so früh wie nie zuvor. Burgunder, Riesling für Sektgrundwein und Kabinett, schließlich die Hauptlese beim Riesling um den 19. September: Alles geht Schlag auf Schlag.
Was sonst über Wochen gestaffelt abläuft, verdichtet sich 2025 zu einem intensiven, fast atemlosen Erntemarathon. Viele Weingüter berichten vom frühesten Beginn ihrer Geschichte. Und doch überwiegt die Zufriedenheit. Menge und Qualität stimmen, der Jahrgang zeigt sich facettenreich – von trockenen Klassikern bis zu edelsüßen Raritäten.

Nach Angaben des Moselwein e. V. beim Herbstpressegespräch in Leiwen beläuft sich die Ertragsprognose beim Riesling auf durchschnittlich 95 Hektoliter pro Hektar, bei den Burgundersorten auf 85 Hektoliter pro Hektar. Elbling und MüllerThurgau erreichen mit 115 beziehungsweise 105 Hektolitern pro Hektar die höchsten Werte.
Die Weinlese 2025 an Mosel, Saar und Ruwer wird mit vier Stichworten beschrieben: früh, zügig, intensiv und fordernd. Noch nie zuvor war die Ernte so schnell abgeschlossen – bereits Anfang Oktober hatten viele Betriebe ihre Trauben im Keller. Mit Menge und Qualität zeigen sich die Winzerinnen und Winzer überwiegend zufrieden.
Der Jahrgang deckt die gesamte Bandbreite ab, von trockenen Qualitätsweinen bis zu edelsüßen Beeren und Trockenbeerenauslesen. Für das Anbaugebiet Mosel wird die Erntemenge auf rund 780.000 Hektoliter geschätzt, wie der Moselwein e. V. beim Herbstpressegespräch mitteilte.
Die vollständige Redaktion finden Sie in unserer Printausgabe 1-2/2026