Suche
Close this search box.

Es wird kräftig (alm)gedudelt

von Monika Busch.

Die österreichische Kräuterlimonade Almdudler soll auf dem deutschen Markt überzeugen. Gestartet wurde im März dieses Jahres die bisher größte deutsche Werbekampagne in der Geschichte des Familienunternehmens Klein.

Rund 2,2 Milliarden Euro haben die Österreicher für eine Kampagne spendiert, „um die Getränkelandschaft in Deutschland kräftig aufzumischen“, so der überzeugte Almdudler-Geschäfts­führer Gerhard Schilling. Fünf Monate ist eine deutschlandweite Hörfunkkampagne auf über 100 Sendern – ein „Lauschangriff“ mit etwa 1,6 Milliarden Kontakten – on air. Gemeinsam mit dem Vertriebspartner MBG International Premium Brands – Exklu­sivpartner seit April 2009 – sollen in Deutschland auch „die letzten Herzen im Sturm erobert werden“, lautet der ambitionierte Anspruch. Und das idealerweise getreu dem Motto „Wenn die kan Almdudler hab’n, geh i wieder ham“. Im vergangenen Jahr war die Marke, wie Schilling betont, „mit einem Absatz von über zehn Millionen Litern in Deutschland voll auf Kurs“. Allerdings waren im Jahr 2008 in Deutschland bereits rund 15 Millionen Liter abgesetzt worden. Und 2009 hieß es aus Österreich: „Deutschland, wir kommen“ – mit dem Anspruch, mittelfristig den Absatz 2009 zu verdoppeln. „Der erfrischende Schluck Österreich“ in den Varianten Traditionell und Zuckerfrei hat diese Erwartungen jedoch bisher nicht erfüllt.
Limonade beziehungsweise Brause, ob mit oder ohne Biosiegel, mit oder ohne Kräuter, ist auf dem gesättigten deutschen Markt ein hartes Geschäft. Eine Erfolgsgeschichte à la Bionade ist weniger als selten.